Rechtliches für OnlineShop

Rechtliches für OnlineShop

Was muss ich rechtlich beachten, wenn ich einen Online Shop aufbauen will?

Recht haben und Recht bekommen sind in Deutschland zwei sehr unterschiedliche Dinge. Wer sich für seinen Online Shop entscheiden möchte sollte natürlich die rechtlichen Grundlagen kennen. Die meisten Betreiber eines Online Shops informieren sich vor der Erstellung nicht über die rechtlichen Grundlagen. Hier spielt vor allem der Datenschutz seit neuestem eine sehr wichtige Rolle. Damit Sie ganz rechtssicher in Ihre Selbständigkeit starten können, möchten wir einige wichtige Tipps für die rechtliche Situation des Online Shops geben.

Wer sich als Online Händler beschreibt und das Endkundengeschäft, welches als B2C beschrieben wird, durchführen möchte sollte zahlreiche gesetzliche Vorschriften kennen. Einige dieser gesetzlichen Vorschriften sind natürlich nicht immer umzusetzen, sollten aber bekannt sein. Denn es drohen Abmahnungen.

Laut Statista wurden im Jahr 2018 28% aller Onlinehändler und 2018 noch 22% aller Händler abgemahnt!

 

Widerrufsbelehrung

Ein Themenkomplex, der bei vielen Online Händlern graue Haare hervorruft, doch die Widerrufsbelehrung ist sehr wichtig. In Kraft getreten ist die neue Widerrufsbelehrung bereits im Jahr 2014. Sie besagt, dass jeder Verbraucher und jeder Kunde konkret über die Widerrufsrechte informiert werden muss. Dazu gibt es im Internet einige gesetzliche Muster die natürlich verwendet werden können. Händler müssen ihren Kunden und ihren Verbrauchern diese Widerrufserklärung zur Verfügung stellen. Mit einem Widerrufsformular ist man auf der sicheren Seite. Die gesetzlichen Gestaltungshinweise sind in diesem Fall einzuhalten. Eine freie Abänderung der Widerrufsbelehrung ist nicht gestattet.

 

Die Bestelldurchführung mittels Buttonlösung

Seit vielen Jahren gibt es in Online Shops die sogenannte Buttonlösung. Auch Sie werden sicherlich diese Lösung für den Kauf nutzen wollen. Bis 2012 gab es für die Bestellung sogenannte Button, die mit ganz einfachen Kennzeichnungen im Shop ersichtlich waren. Mit Buttons die das Wort „bestellen“ oder „Bestellung abgeben“ enthielten konnten Kunden ganz einfach mit einem Klick ihre Bestellung einreichen. Mittlerweile wurde hier eine Gesetzesänderung festgelegt. Die einfachen Bestellbuttons müssen nun mit direkten Zahlungsaufforderungen verbunden sein. Somit sollten Ihre Buttons auf Ihrer Online Shop Seite mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder „kostenpflichtige Bestellung“ gekennzeichnet sein.

 

Produkt- und Artikelbeschreibungen

Produkt- und Artikelbeschreibungen sind für einen Online Shop essenziell. Die Produktbilder sind natürlich sehr wichtig. Mittlerweile hat sich aber auch hier eine rechtliche Situation ergeben. Somit sind Informationspflichten im Fernabsatz vorhanden. Diese fordern Online Unternehmen auf Darstellung aller wesentlichen Eigenschaften vorzunehmen. Dazu gehört die Größe, das Gewicht oder die Farbe. Bei Textilien oder Lebensmitteln sind zusätzlich Informationen zu gewährleisten. Achten Sie also darauf, dass alle Produktbeschreibungen und alle Bilder die wichtigsten Informationen enthalten.

 

Preise richtig kennzeichnen

Ein Online Shop braucht natürlich Preise. Um hier auch auf der rechtlich sicheren Seite zu sein sollten Sie sich angewöhnen ihre Preise mit „inklusive Mehrwertsteuer“ zu kennzeichnen. Außerdem müssen bei den Preisen die Versandkosten unbedingt ersichtlich sein. Auch die Verpackungsart muss durch den Händler ersichtlich gemacht werden. Wenn diese Angaben nicht vorhanden sind können Kunden sich wegen der Nichteinhaltung rechtlicher Vorschriften beschweren.

 

AGBs und Datenschutz

Kommen wir nun zu zwei Themen die viele Online Händler scheuen. Die AGBs und der Datenschutz sind in den vergangenen Monaten sehr intensiv diskutiert worden. Die AGBs sind mittlerweile seit 2014 eine gesetzliche Pflichtinformation. Sie müssen allen Käufern zur Verfügung gestellt werden. Mittlerweile reicht es nicht mehr aus die AGBs einfach nur auf der Webseite darzustellen, sondern sie müssen dem Verbraucher zugestellt werden. Natürlich benötigen die AGBs nur zulässige Klauseln. Deswegen ist es ganz sinnvoll diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen von einem Fachmann aufsetzen zu lassen. In diesem Fall können Sie sich an einen Anwalt wenden. Der Datenschutz ist ein weiteres wichtiges Thema. Auch hier sind viele Richtlinien zu beachten. Der Kunde muss nicht nur auf Cookies hingewiesen werden, sondern auch auf die Erhebung seiner eigenen Daten. Das betrifft Social-Media und sogenannte Plug-Ins. Sollten Sie auch hier einen guten Text benötigen können Sie sich entweder eine Vorlage im Internet heraussuchen oder ihren Anwalt kontaktieren.

 

Produktbilder

Man mag es kaum glauben aber auch bei den Produktbildern gibt es einige rechtliche Vorschriften. In Ihrem Online Shop dürfen Sie nur Produktbilder verwenden die urheberrechtlich von Ihnen stammen. Verwenden Sie Bilder die urheberrechtlich geschützt sind und keine Weiternutzung gewährleisten, kann das zu hohen Schadensersatzansprüchen kommen. Deswegen ist es ganz wichtig entweder nur eigene Bilder zu verwenden oder die Nennung des Urhebers deutlich im Online Shop zu kennzeichnen.

 

Fazit: Rechtliche Beratung ist Pflicht

Bei der Vielzahl an Regeln sollte man sich in jedem Fall an einen Anwalt wenden. Dieser kann einen beim eigenen Shop beraten und auch alle wichtigen Dokumente erstellen und auch laufend auf den eigenen Online Shop schauen. So kann man Fehler schnell erkennen und beheben. Außerdem bleibt man so vor Abmahnungen bewahrt. Es ist zwar verlockend sich die AGB bei anderen Shops anzusehen und zu kopieren, aber dann kann es schnell passieren, das die AGB im Streitfall nichtig ist.

Quelle: Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/822914/umfrage/erhalt-von-abmahnungen-bei-online-haendlern/

 

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