Nischenseite aufbauen - Basics

Nischenseite aufbauen – Basics

Nachdem wir die Nische gefunden und ihr Potenzial bewertet haben, geht es nun darum die Nischenseite zu bauen. Dabei kann man bauen wörtlich nehmen. Es ist wie ein Hausbauen. Zuerst das Fundament, dann die Wände, Fenster, das Dach. Das Haus hat Ausgänge, Verbindungen, Anschlüsse. Man kennt deine Adresse und weiß, wer darin wohnt.

Im Gegensatz zu einem Haus, ist eine Nischenseite ein Dauerprojekt und muss daher nicht perfekt sein. Du wirst immer wieder an der Seite arbeiten, Dinge ausprobieren und ändern. Das ist natürlich und kommt von selbst. Daher ist das Ziel, dass die Seite zweckmäßig ist und funktioniert. Wir wollen schnell Ergebnisse erzielen. Daher beachten wir immer das 80:20 Prinzip. 20% der Zeit schafft 80% Ergebnis. Für kleine Schönheitsfehler benötigen wir einfach zuviel Zeit, die wir dann unproduktiv verschwenden. Gewöhn dich schon jetzt dran, dass Perfektionismus hier fehl am Platze ist. Wir konzentrieren uns auf eine funktionsfähige Seite, die neue Leser durch Inhalte anzieht.

 

Domainwahl und Hosting

Die richtige Domain und SSL

Die richtige Domain

Grundsätzlich sollte man bei der Wahl der richtigen URL, keine Eigennamen nutzen. Dein Name mag zwar schön klingeln, hat aber in der Regel nichts mit dem Thema zu tun. Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du nutzt eine klassische Keyworddomain, wie Shampoohalter.de oder du nutzt einen Fantasienamen wie Hairyfein.de.

Bei Produktbezogenen Nischenseiten wird man in der Regel Keyworddomains nutzen. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer sofort weiß um was es geht und wird instinktiv auf deine Seite klicken. Typische Keywords und Keywordkombinationen sind keyword.de, keyword-kaufen.de, keyword-ratgeber.de, keword-test.de, keyword-vergleich.de. Auch Ratgeber, abc, info oder check wird gerne genommen. Die .de Domain solltest du nehmen, wenn sich die Nischenseite mit ihren Inhalten ausschließlich für Deutschland und den deutschsprachigen Raum richtet. Hast du eher Publikum aus Österreich nutze .at. Bist du dir noch unsicher empfehle ich dir .com oder .org Endungen. Hier kannst du die Ausrichtung später einstellen. Bei .de hast du später keine Möglichkeit die Ausrichtung der Seite über Google einzustellen, was zu Problemen führen kann.

Merke dir: Aber am besten sind immer .de und .com Domains. Sollten de und com nicht mehr verfügbar sein, nimm eine org/net/ info Domain. Andere Endungen als de und com sind nicht per se schlechter, aber die Nutzer kennen alle de und com Domains. Es kann durchaus passieren, dass die Klickrate auf deine Seite wegen einer ungewöhnlichen Endung wie .tv oder .money negativ beeinflusst wird.

Fantasienamen

Fantasienamen sind so eine Sache. In der Regel empfehle ich dir diese Domains nur dann, wenn du ein großes Portal oder eine Marke aufbauen willst. Sie sind natürlich schwieriger zu ranken. Ein Fantasiename sollte aber immer im Ansatz schon vermitteln um was es geht. So könnte zum Beispiel die Domain für ein Portal über Babyartikel babyani.com heißen. DU kannst einfach ein Brainstorming machen und so schöne Ideen finden.

Fantasiename für Portalseite

Fantasienamen eignen sich ideal für die Bildung einer Marke. Du kannst damit eine autoritäre Seite aufbauen, das heißt, der Ansprechpartner deiner Nutzer zu dem Oberthema sein. Da du mit der Homepage nicht direkt für ein Keyword rankst, musst du die Unterseiten ranken lassen. Eine Portalseite ist im Allgemeinen viel umfangreicher und geht tiefer in alle Aspekte einer Hauptnische ein, da sie eine viel größere Anzahl an Produkten behandelt. Das kann sehr aufwendig werden, da du sehr viel Inhalt produzieren musst.

Wie du prüfen kannst, ob deine Wunschdomain noch frei ist? Geh auf einen Hoster wie domainfactory, all-inkl, united domains und gib dort den Namen deine Domain ein. Ist der Name schon vergeben hast du die folgenden Möglichkeiten:

Beispiel: webdesign.de ist vergeben. Webdesign.com ist vergeben.

 

Du kannst jetzt entweder 2 Bindestriche nutzen zum Beispiel tw-webdesign.de oder .com und wenn das vergeben ist und das ist es, kannst du hinter das Keyword Zahlen anhängen, zum Beispiel: webdesign24.de oder webdesign 365.de oder du nimmst die Vorwahl deiner Ortschaft wie webdesign0221.de. Google kann Zahlen in der URL nicht lesen und wertet die Domain so, als stünden dort keine. Wenn du Zahlen nutzt, dann sollten diese hinter dem Keyword stehen. Sollte es sein, das du keine sinnvolle Kombination findest, dann schaue dir die org/ info/ net in der Reihenfolge an. Und geh die Kombinationen nochmal durch. Eventuell findest du auch eine alte Domain, die bereits vor Jahren registriert wurde und dann gekündigt wurde. Googles Motto ist immer: Alter vor Schönheit bei den Domains. Alte Domains haben einen leichten Rankingvorteil, weil Sie Google Kontinuität und Sicherheit versprechen.

Noch folgende Hinweise von mir an dieser Stelle, die du beachten solltest:

  1. Nutze niemals Markennamen oder die Namen von Herstellern in deiner Domain. Niemals. Das kann sehr schnell, sehr teuer werden.
  2. Nutze keine Umläute wie ä,ü,ö,ß etc. Aktuelle Browser verstehen diese Domains, aber eben nur die. Ältere Browser und viele Emailprogramme haben damit ihre Probleme. Wenn du nicht willst, das deine Domain dünn-werden.de bei den meisten Nutzern als xn--dnn-werden-9db.de ausgegeben wird, gewöhn dich dran an Domains wie dieser hier: duenn-werden.de. Hier findest du den passenden Konverter.
  3. Nutze möglichst kurze Domainnamen und maximal einen Bindestrich. Mehr Bindestriche macht es schwieriger für Nutzer den Namen zu lesen.
  4. Hoster und Domain nicht trennen. Spare dir die Zeit und kaufe Paket und Domain bei einem Anbieter, sonst hast du später Mühe deine Domain mit dem Hostingpaket zu verknüpfen.

 

SSL – Verschlüsselung für deine Website

Die Implementierung eines SSL Zertifikats ist mittlerweile sehr wichtig und ein wichtiger Standard geworden. Trends kommen und gehen, aber Google hat 2014 die Verschlüsselung der Seite zu einem Rankingfaktor erklärt. Damit haben wir keine Wahl und verschlüsseln auch unsere Nischenseiten. Eine spätere Umstellung von http auf https kann unter Umständen dazu führen, dass erzielte Rankings verloren gehen.

Die Umstellung auf ein SSL übernimmt in der Regel der Hoster automatisch, was bei allen vorgestellten Hostern schnell und einfach über die Bühne geht. In der Regel empfehle ich dir diesen Weg, da es mitunter recht technisch werden kann. Es gibt zwar gute Hilfsprogramme oder gerade Homepagebaukästen sind direkt verschlüsselt, aber ohne ein paar Kenntnisse kommt man nicht aus, denn SSL Zertifikate kosten in der Regel Geld.

 

Nehme ich beispielsweise die Angebote von DomainFactory* so kann man unter folgenden Tarifen wählen:

Ein Alpha SSL Zertifikat reicht bereits, schlägt aber schon mit 23,88 EUR im Jahr zu. Denke dir, du betreibst in wenigen Monate 20, 30 oder 40 Nischenseiten, dann wird es sehr teuer.

Die Lösung sind kostenlose Zertifikate. Ein Anbieter ist zum Beispiel Let’s Encrypt. Die Einbindung war vor einiger Zeit sehr aufwendig, aber ein Grund warum ich dir vor allem auch All-Inkl.* anbiete ist die Möglichkeit nicht nur dieses Zertifikat vollautomatisch einzubinden, sondern auch automatisch zu verlängern.

Sehr praktisch und sehr sinnvoll, denn es spart die Kosten. Wenn dir Komfort total wichtig ist, wählst du DomainFactory und wenn du kostenbewusster agieren musst, dann all-inkl.

So sieht https meist in der Praxis aus. Unscheinbar, aber wichtig:

 

 

 

Das richtige Hosting

Hosting meint den Rechner, auf dem deine Website im Internet bereitgestellt wird. Der Hoster, ist der Dienstleister, der für dich Rechner bereithält und alle Dienstleistungen erfüllt, die für den reibungslosen Betrieb notwendig sind.

Dabei gibt es zwei Arten von Anbietern. Die Komplettanbieter, die alles bereitstellen, was du brauchst um direkt loszulegen. Beispiele hierfür sind jimdo oder wix. Es gibt auch sogenannte  Freehoster wie Blogger.com oder wordpress.com die den Service kostenlos oder teilweise kostenlos anbieten.

Die zweite Kategorie von Hostern sind die Hosting-Anbieter bei denen du Speicherplatz anmietest und deine eigene Infrastruktur und Software installierst. Das ist sehr gut machbar, auch für Laien und erfordert keine herausragenden technischen Kenntnissen. Viele Hoster bieten eine 1-Klick Installation der Software an, so dass die Installationen in wenigen Minuten abgeschlossen sind.

Aber vergleichen wir erstmal die beiden Arten seine Nischenseite zu hosten. Dafür müssen wir uns überlegen, was ein gutes Hosting ausmacht. Im folgenden meine Punkte, die meiner Erfahrung nach sehr wichtig sind.

  1. sehr gute Erreichbarkeit des Supports
  2. Geringe Ausfallzeiten
  3. Ausreichend Speicherplatz
  4. Traffic Flat
  5. So wenig Kunden je Server wie möglich
  6. SQL Datenbanken mit SSD
  7. PHP Unterstützung
  8. einfache Installation von Software
  9. E-Mail Postfächer inklusive
  10. Domains inklusive und kaufbar
  11. Kostenlose SSL Zertifikate
  12. monatlich kündbar
  13. erweiterbare Pakete
  14. Managed Server Optionen
  15. Gutes Preis/Leistungsverhältnis
  16. freie Gestaltung deiner Webprojekte

16 Punkte sind eine Menge, aber sie sind allesamt wichtig. Die Erreichbarkeit des Supports über Mail und Telefon ist für mich mittlerweile zu einem K.O. Kriterium für mich geworden. Denn wenn es irgendwann mal zu einem Problem mit einer deiner Seiten kommt und du weißt nicht genau, woran es liegt, kann dir der technische Support von Domainfactory oder All-inkl. wirklich den Arsch retten. Da sind Sie sehr bemüht drin und untersuchen auch mal deine komplette Installation samt Datenbanken.

Dass die Ausfallzeiten wegen Wartungen oder Störungen möglichst gering sein sollte, ist ebenfalls wichtig. Die meisten Hoster schaffen hier Werte jenseits der 99%. Ich hoste einen Teil meiner Webseite auf domainfactory und auf all-inkl in Managed Hosting Tarifen, weil diese günstiger sind, als eigene Managed Server. Einen Managed Server brauchst du auch erst, wenn du sehr rechenintensive Websiten betreibst oder sehr viel Traffic im Monat erhältst – etwa 100.000+ Besucher. Wenn du beruflich kein IT-Fachmann bist, empfehle ich  dir immer Tarife, die vom Hoster gewartet und technisch betreut sind.

Wenn du einen Managed Hosting Tarif hast, teilst du dir ein bestimmtes Kontingent an Rechenleistung und Speicherplatz mit anderen Nutzern. Je weniger Nutzer denselben Server beanspruchen desto besser. Es kann dir aber auch passieren, dass einer dieser Nutzer einen hochfrequentierten Webshop betreibt. Das kann den ganzen Server langsamer machen. In dem Fall: Mit dem Hoster reden ob ein Wechsel möglich ist, oder sich am Ende für den Managed Server entscheiden.

Es sollten ausreichen SQL Datenbanken vorhanden sein, die über eine schnelle SSD Festplatte ausgespielt werden, php sollte verfügbarsein und natürlich sollte eine einfache 1-Klick Installation von Software möglich sein. Du musst Sie nicht nutzen, aber wenn du wenig Ahnung hast, ist es sehr hilfreich. Gerade am Anfang.

Da die Verschlüsselung deiner Website mit einem SSL Zertifikat ein positiver Rankingfaktor ist, und ein SSL Zertifikat in der einfachsten Variante (Alpha SSL) 1,99 im Monat kostet, ist es mir mittlerweile wichtig auch kostenlose SSL Zertifikate zu installieren. Denn es ist mit 23,88 pro Domain jedes Jahr bei 40 oder mehr Seiten ein echter Kostenfaktor.
Das Installieren der Zertifikate war am Anfang ein Riesenkrampf, aber bei All-Inkl. geht das nun fast vollautomatisch. Der Nachteil, dass man kostenlose Zertifikate regelmäßig erneuern muss, geschieht dort ebenfalls vollautomatisch. Domainfactory unterstützt das leider nicht.

Ich bin gerne flexibel und möchte meine Verträge monatsweise kündigen können, anstatt mich mit günstigen Preisen locken und 2 Jahre binden zu lassen. Die Pakete bzw. Leistungen eines Hosters sollten immer erweiterbar sein. Wenn ich mehr Speicherplatz benötige oder bestimmte Leistungen sollten diese ebenfalls zu buchbar sein. Die Option später auf einen Managed Server umzusteigen sollte ebenfalls von Haus aus möglich sein, ohne seine Taschen packen zu müssen und einen neuen Hoster suchen zu müssen. Alles schon erlebt.
Schließlich sollten Projekte frei gestaltbar sein, die Website änderbar und erweiterbar sein. Das hat man bei den Hosting-Anbietern, bei vielen Kombianbietern nicht.

Alle genannten Punkte sorgen für mich in Balance gebracht auch für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

 

 

4.1.1.3 Was macht ein gutes Hosting aus

 

Was macht ein gutes Hosting aus? All-Inkl* Domainfactory*
sehr gute Erreichbarkeit des Supports √√ √√√
Geringe Ausfallzeiten √√√ √√
Ausreichend Speicherplatz √√√ √√√
Traffic Flat √√√ √√√
So wenig Kunden je Server wie möglich √√√
SQL Datenbanken mit SSD √√√ √√√
PHP Unterstützung √√√ √√√
einfache Installation von Software √√√ √√√
E-Mail Postfächer inklusive √√√
Domains inklusive und kaufbar √√√
Kostenlose SSL Zertifikate √√√
monatlich kündbar √√√ √√√
erweiterbare Pakete √√√ √√√
Managed Server Optionen √√√ √√√
Gutes Preis/Leistungsverhältnis √√√ √√
freie Gestaltung deiner Webprojekte √√√ √√√
Ladezeiten √√√ √√

 

Wenn du startest solltest du einen Hosting-Anbieter wählen. Andere Lösungen kosten vielleicht keinen Cent, aber du hast gravierende Nachteile. Auch der Gedanke, erstmal klein zu starten und dann zu wechseln, kann ich nicht gelten lassen. Das Fundament muss stimmen. Und die Nachteile überwiegen:

Kein oder kaum Support, standardisierte Funktionen, Ladezeiten sind langsam, meist ausländischer Unternehmen, du hast keinen Anspruch auf die Leistung, die jederzeit eingestellt werden kann. Deine Nischenseite kann – auch wenn Sie gut läuft ohne Angaben von Gründen gelöscht werden! Geh das Risiko nicht ein.

Meine Hoster Empfehlung ist ziemlich klar. Ich bin von Anfang an bei DomainFactory gewesen, weil der Support extrem gut und hilfreich ist. Bei All-Inkl. finde ich das Gesamtpaket alles in allem etwas besser. Bei DomainFactory habe ich das Premiumpaket und bei all-inkl, den Businesstarif. All-inkl. nutze ich ausschließlich für meine Nischenseiten, weil hier das SSL günstiger zu haben ist. Beide Anbieter kommen aus Deutschland und betreiben ihre Server auch in Deutschland.

 

Die Managed Hosting Tarife von Domainfactory:

Die Managed Hosting Tarife von All-inkl:

Gibt es Alternativen? Die gibt es natürlich und es sind eine ganze Menge. Die beliebtesten Hoster sind neben All-Inkl und Domainfactory auch One, HostEurope, Strato und WebGo. Ich nutze Domainfacotry und All-inkl. intensiv und kann daher nur eine Empfehlung für diese Hoster geben. HostEurope habe ich auch eine zeitlang genutzt. Das war auch in Ordnung. Gestört hat mich die Benutzerführung und der Support. Auch wenn dieser sehr freundlich und bemüht war.
Andere Nutzer nutzen natürlich auch andere Anbieter. Es gibt aber auch viele schwarze Schafe und daher findest du in der folgenden Tabelle nur ausgewählte Hoster, die bekannt sind für Ihre Zuverlässigkeit sind. Die folgende Tabelle gibt dir meine Einschätzung zu diesen Hosting Anbietern wider. Damit hast du eine Auswahl wirklich guter Hosting Anbieter aus Deutschland. Tipp: Wenn du totaler Anfänger bist folge meiner Empfehlung mit all-inkl oder DomainFactory und du wirst du garantiert wenig Probleme haben. Dafür habe ich zu viele gute Erfahrung mit den beiden gesammelt.

 

Hosting Anbieter Tarifeinschätzung Support Preis/Leistung Gesamteindruck
1und1* Ab Webhosting Tarif Starter √√
All-inkl Ab Webhosting Tarif Privat √√√√ √√√ √√√
Domain Factory* Ab Webhosting Tarif Basic √√√√ √√√ √√√
Hosteurope* Ab Webhosting Tarif Basic √√√ √√ √√√
Mittwald* Ab Webhosting Tarif L √√ √√ √√
One* Ab Webhosting Tarif Starter √√ √√
Strato* Starter √√
WebGo* Ab Webhosting Tarif Starter √√ √√
AlfaHosting Ab Tarif Mulit L √√ √√ √√√

 

Wie geht es nun weiter? Nachdem wir die Basis mit Hosting und Domain gemacht haben, wollen wir nun eine Website aufbauen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen ich dir eine besonders vorstellen werde.

 

Wie kann man seine Nischenseite aufbauen?

Unser Ziel ist es in möglichst kurzer Zeit einfach eine möglichst qualitativ hochwertige Website aufzubauen, welche die Grundanforderungen an gutes Design erfüllt und verkaufsfördernd wie möglich ist. Und das möglichst kostenlos!

Klären wir kurz was gutes Design ausmacht. Platt gesagt, erfüllt das Design einen Zweck. Der Spruch „Design follows Function“ beschreibt es ganz gut. Im Internet kursieren sehr viele Tipps und Hinweise. Was mir wichtig ist sind mir zum Beispiel kurze Ladezeiten, d.h. die Seite sollte in wenigen Sekunden voll aufgebaut sein. Mein Ziel ist hier immer etwas um die 3 Sekunden. Mit 4 Sekunden bin auch noch zufrieden. Alles ab 10 Sekunden kann man sich sparen, denn dann brechen die meisten Nutzer ab und suchen woanders. Um das zu erreichen soll die Seite gut programmiert, der Hoster schnell und die Website nicht mit Bildern und unnötigen Dingen überladen werden. Die Benutzerfreundlichkeit (neudeutsch: Usability) zeichnet sich durch klare Navigationsstrukturen und verständliche Handlungsaufforderungen auf. Dazu gehört auch auf ablenkende Elemente zu verzichten, wie zum Beispiel zu viele Bilder, mehr als 3 Schriftarten, grelle Farben und Kontraste. Der Nutzer muss intuitiv die Seite bedienen können. Das Nutzer auf die Seite mit allen Endgeräten und möglichst auf allen aktuellen und älteren Browsern zugreifen können ist selbstverständlich.

Das kannst du grundsätzlich mit allen für die Interneterstellung verfügbaren Tools erreichen. Mit sogenannten Content-Managementsystemen wie WordPress oder Typo3, mit HTML und CSS im Texteditor Dreamweaver oder mit Homepage Baukästen.
Denn bei all den Möglichkeiten eine Seite aufzusetzen, so gelingt es je nach eingesetztem Tool besser, schneller, komplexer oder zielführender. Im Folgenden erzähle ich dir, wie ich Seiten aufbaue und welche Alternativen es gibt, die auch am Anfang getestet habe. Am Ende hat sich für mich schnell herauskristallisiert, mit welchem Werkzeug ich meine Ziele am besten erreichen kann.

Was nutze ich für den Aufbau meiner Nischenseite?

Im Zusammenhang mit Nischenseiten wird dir auf der Suche nach Onlinekursen oder Informationen auffallen, dass wenn es um das Thema Nischenseiten geht, dies in der Regel immer mit dem Content Management System WordPress aufgebaut werden. Das liegt vor allem an der Affinität der Kursleiter was WordPress angeht. Hat aber natürlich auch seinen praktischen Grund. Eine kleine Geschichte dazu:

Was ich heute kostenlos mit WordPress umsetzen kann, war noch vor wenigen Jahren mehrere hundert Euro teuer. Als ich damals (!) 2013 mein erstes Unternehmen gegründet habe, brauchte ich einen OnlineShop. Ich hatte wenig Ahnung von der Materie, geschweige denn von der Technik. Also habe ich recherchiert. Strato und 1&1 waren natürlich meine Kandidaten, der ersten Wahl. Aber die Shops waren zu starr und das Design grottig. Das hat mich dann zu einer hippen Agentur geführt. Diese haben mir dann ein Angebot erstellt und ich hatte nach 3 Monaten meinen Onlineshop. Der hat sage und schreibe 8.000 EUR gekostet. In der Zeit konnte ich nicht wirklich viel online machen und es war auch nicht schön, so abhängig von anderen zu sein. Ich war bei Problemen und Schwierigkeiten mit der Seite völlig aufgeschmissen und immer auf die Hilfe des Entwicklers angewiesen. Der Haken: Die Probleme traten oft abends auf und Feierabend war, wie du dir sicher vorstellen kannst um 5. Heißt, einen Tag warten war angesagt. Heute ist das zum Glück anders: Ich beherrsche WordPress ziemlich gut und kann auch programmieren. Einen Shop in der damaligen Form würde ich heute nicht nur günstiger, sondern kostenlos mit WordPress in weniger als 3 Stunden für mich umsetzen können Das ist schon lächerlich oder?

Aber bis ich an dem Punkt angelangt war, verging ein langer Weg. Denn ich hatte damals keine Ahnung und nachdem alles den Bach runtergegangen war, hatte ich immer noch keine Ahnung. Also habe ich mich auf das gestürzt was ich kannte: den Homepagebaukasten.

https://digitaldementia.ca/node/19

Ich erkannte aber auch, dass die Fähigkeit eine Website technisch umzusetzen und jederzeit zu ändern zu einem erfolgskritischen Faktor wird und damit zu einer Kernkompetenz, die ich in den Grundzügen verstehen musste. Nach dem Scheitern der Firma, war es sowieso ausgeschlossen nochmal eine Agentur zu beauftragen; also musste ich alles lernen, was nötig war.

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