Nische monetarisieren

Wie du mit deiner Nische Geld verdienst

Ziel und Zweck einer Nischenseite ist es Geld zu verdienen. Daher werden wir uns im Folgenden mit den Einnahmen beschäftigen. Was ist wichtig, wie finden wir Einnahmequellen, wo finden wir Sie, welche Möglichkeiten gibt es und welche Provisionsmodelle sind besonders lukrativ.

Nischenmarketing basiert ja auf dem Affiliate Marketing, d.h. du bewirbst ein fremdes Produkt und erhältst du eine Provision. Dabei kannst du auf verschiedenen Wegen Geld verdienen:

Einnahmequellen finden

Nachdem du dich für eine potenziell gute Nische entschieden hast, ist es Zeit herauszufinden, wo es das Produkt oder die Dienstleistung zu kaufen gibt. Hierfür empfehle ich dir zuerst den Weg zu Amazon. Die meisten Produkte gibt es nämlich dort und praktisch jeder hat auch ein amazon Konto. Amazon ist bekannt, die Kaufabwicklung ist sehr einfach und komfortabel und der Versand raketenschnell. Die meisten Produkte werden auch von den Kunden bewertet, was die Beliebtheit und Interaktion mit Amazon steigert.

 

Amazon Partnerprogramm

Je nach Produktkategorie werden bei Amazon verschiedene Provisionen gezahlt. Wie Du in der folgenden Tabelle sehen kannst, lohnt es sich eher nicht Produkte wie Fernseher, Smartphones oder Tablets zu bewerben. Bei einem aktuellen Samsung Fernseher für 250 EUR, erhältst du gerade mal 2,5 EUR. Allerdings kann das auch wieder eine Nische sein, wenn die Nachfrage groß ist, denn Kleinvieh macht auch Mist. Andere Kategorien sind mit bis zu 10% Provision äußerst interessant und die sollte man sich auch als Erstes anschauen. Aber denk dran: Du bist nicht der Einzige. Halt die Augen und Ohren in allen Kategorien auf.

 

Der Vorteil von Amazon

Der Vorteil von Amazon ist aber vor allem, dass der gesamte Warenkorb vergütet wird. Klickt ein Nutzer auf deinen Werbelink zu Amazon, kauft ein Produkt und ihm fällt ein, dass er noch ein Geschenk für seine Freundin kaufen will, wird dies ebenso vergütet. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Conversion Rate, die man durch die Bekanntheit von Amazon mitnimmt. Je nach Projekt und Produktpreis liegt meine Conversion Rate zwischen 5 und 20%, was gut ist denn der eCommerce Durchschnitt liegt bei guten 3%.

Bei Amazon liegt die Conversion bei den meisten Affiliates zwischen 3 und 15 %. Ich lese immer öfter, dass Conversion Raten unter 1% von Amazon kritisch betrachtet werden und dass dich Amazon dann aus dem Partnerprogramm schmeißen würde. Das ist ein Mythos! Nach Rücksprache bestätigt mir Amazon, dass das nicht der Fall ist.

Es kann ja sein, dass du 100 Nutzer hast die sich eine Rolex für 5000 EUR ansehen und einer kauft diese. Deine Provision liegt dann bei 500 EUR. Solltest du aber keine so teuren Produkte empfehlen sind 1% natürlich schwach und man sollte schauen, warum der Wert so niedrig ist.

 

Der Preis der Produkte

Wie teuer sollte als ein Produkt sein? Generell gilt, je niedriger der Verkaufspreis ist, des höher ist die Anzahl der Käufe mit niedriger Provision und ebenso gilt das, je höher der Verkaufspreis ist, desto niedriger ist die Anzahl der Käufe mit hoher Provision. Klingt erstmal logisch.

Es macht vermutlich wenig Sinn Produkte zu bewerben, die unter 50 EUR kosten und nicht erklärungsbedürftig sind, oder gehst du für CD Rohlinge erst auf eine Ratgeberseite? Es gibt aber auch Ausnahmen und so kann man auch Produkte im Bereich von 10 bis 50 EUR bewerben. Hier denken die Nutzer gar nicht lange nach und kaufen das Produkt.

Ein guter Wert sind meiner Erfahrung aber nach Produkte, die zwischen 50-100 EUR kosten. Hier ist die Kaufschwelle ebenfalls noch gering. Ab 100 wird es dann schwieriger, auch sehr teure Produkte sind in der Regel erklärungsbedürftig, aber gelten schon als Investition. Hier informiert man sich sehr genau und lässt sich einige Tage Zeit.

Gebrauchte Produkte können ebenfalls eine gute Möglichkeit sein, denn je teurer ein Produkt desto größer ist auch in der Regel die Nachfrage nach gebrauchten Artikeln. Amazon würde ich für gebrauchte Artikel über den Marketplace nicht empfehlen. Hier kann es oft zu Problemen und damit Stornos kommen.

Am besten eignen sich dann vor allem die folgenden Partnerprogrammen:

  1. ebay Partnerprogramm
  2. Flip4New
  3. Rebuy
  4. WirKaufens
  5. MediMops

 

Das 24 Stunden Prinzip

Das ist gerade bei Amazon aber nicht so gut, weil hier der Provisionslink nur 24 Stunden gültig ist. Schließt der Nutzer, der gestern Morgen um 8:00 Uhr auf deinen Link geklickt hat den Kauf mit seinen Weihnachtseinkäufen heute Abend um 18:00 ab, dann gehst du leer aus. Ebenso gehst du leer aus, wenn er nachdem er auf deinen Link geklickt hat, auf einen anderen Werbelink eines anderen Nischenseitenbetreibers geklickt hat. Dieses „last-cookie-wins“ Prinzip, ist relativ nervig und kannst du nur durch eine sehr gute Nischenseite entgegenwirken.

Bewährt haben sich natürlich Produkte mit vielen positiven Bewertungen und einem hohen Verkaufsrang. Das sind in der Regel dann keine Ladenhüter und die Nachfrage ist hoch. Bei amazon solltest du schauen, Produkte mit mind. 4 Sterne zu bewerten. Bei weniger Sternen wird es dann schon schwierig. Damit stellst du sicher, dass das Produkt nachgefragt wird. Bei Zubehörartikeln kann es sein, dass es gar keine Bewertungen gibt, das ist aber nicht schlimm. Wichtiger sind immer die Hauptprodukte deiner Nische.

Vergütungsmodelle

PPS Modell – Pay per Sale

Du erhältst eine Provision, wenn das beworbene Produkt verkauft wird. Entweder in Form einer prozentualen Verteilung oder in Form eines festen Betrages. Das Modell mit dem prozentualen Anteil ist das Geläufige.

 

PPL-Modell – Pay per Lead

Ein Lead kann ein Abschluss, eine Anmeldung oder das Hinterlassen von Kontaktdaten sein. Hierfür erhältst du dann eine Provision. Das kann von kleinen Centbeträgen bis hin zu hunderten Euro gehen und ist meist schwer kalkulierbar.

 

PPC-Modell – Pay per Click

Du erhältst eine Provision, wenn ein Nutzer auf den Link geklickt hat und so auf die Seite des Werbepartners gelangt ist. Für jeden Klick auf einen Link oder Bann erhältst du auch hier eine fixe oder variable Vergütung. Das können ein paar Cent bis zu mehreren Euro sein. Ein gutes Beispiel für diese Art der Vergütung ist zum Beispiel GoogleAdsense. GoogleAdsense ist deswegen so interessant, weil es das beliebteste Programm ist. Die Provisionen ergeben sich aus dem Auktionsmodell, d.h. je mehr Kunden sich überbieten, desto höher ist auch die Vergütung pro Klick.

 

Partnerprogramme für PPC Modelle:

  1. Google AdSense
  2. Schaltplatz
  3. Adiro
  4. AdKlick
  5. Idealo

Pay per View

Bei Pay-per-View Modellen wird für die Einblendung einer Werbung bezahlt, das heißt du erhältst eine Provision nur dafür, dass ein Nutzer diese Werbung sieht. Abgerechnet wird aber nicht pro Nutzer, das wäre zu einfach, nein, es wird pro tausend Besucher (TKP) abgerechnet. In der Regel beträgt die Provision wenige Cent bis unter einem Euro pro TKP. Sehen 2000 Nutzer dieses Einblendungen erhälst wenig bis gar nichts. Dieses TKP Modell lohnt sicher daher für Nischenseite gar nicht und nur für hoch frequentierte Seiten mit sehr viel Traffic.

Solltest du in diesem Zusammenhang jemals den Begriff LayerAd hören, dann vergiss Ihn schnell wieder. LayerAds erzwingen die Aufmerksamkeit der Nutzer für die Werbeanzeige und verdecken den Inhalt und vergraulen damit die Besucher, die sich sowas gerne merken.

 

Partnerprogramme für PPV

  1. Schaltplatz*
  2. Plista
  3. epom
  4. mirando

 

Lifetime Modelle

Lifetime Modelle sind selten, denn du bekommst nach einer erfolgreichen Vermittlung solange eine Provision, bis der vermittelte Kontakt das Produkt oder die Leistung nicht mehr nutzt. Manchmal mutet das ganze wie ein Schneeallsystem, denn  es kann sein, das du auch wiederum für die Vermittlungstätigkeit des bereits vermittelten Kontaktes Provisionen erhältst.

 

 

Gute Partnerprogramme finden

Es spielt weniger eine Rolle in welchem Netzwerk du bist, solange hier Anbieter vertreten sind, die deine Produkte anbieten und es halbwegs komfortabel zu bedienen ist. Wichtig bei den Shops sind allerdings mehrere Punkte:

  1. Welches Vergütungsmodell wird angeboten?
  2. Wie hoch ist die Vergütung?
  3. Wie hoch ist die Stornorate?
  4. Wie lange ist die Cookielaufzeit?
  5. Wann bekommst du das Geld ausgezahlt?
  6. Ist der Shop bekannt und wirkt er seriös?

Die Punkte 1) und 2) sind selbsterklärend. Die Stornorate ist vor allem wichtig zu beachten. Es bringt dir nämlich nichts, wenn du hohe Umsätze mit einem Partnershop einfahren kannst, aber die Stornorate so hoch ist. Die Kunden sind mit den Produkten nicht zufrieden, oder nutzen die Rückgaberichtlinien aus. Gerade im Bereich Mode hat man das. Die Cookielaufzeit ist wie wir das von amazon kennen, auch zu beachten. Manchmal sind diese 30 Tage, oder sogar 100 Tage lang gültig. Einige Anbieter hebeln auch das last-cookie-wins Prinzip auf und du verdienst noch einen Teil der Provision des Verkaufes mit. Otto macht das zum Beispiel.

Die Auszahlung ist auch ein wichtiger Punkt. Du musst immer mit einrechnen, wann du liquide Mittel bekommst. Gerade, wenn du Investitionen in Tools oder deine Ausstattung steckst. Oder beim Tilgen von Schulden.

Bei amazon bekommst du deine Werbekostenerstattung immer erst 2 Monate nach Abschluss des Monats, in dem die Werbekosten verdient wurden. Umsätze  im Januar, bekommst du dann zum Beispiel erst Ende März ausgezahlz. Dabei musst du mindestens 50 EUR verdient haben. Wenn nicht, verfällt der Betrag nicht, sondern wird weiter fortgeschrieben. Andere Programme zahlen nach dem Ende eines Monats zum 15. Des Folgemonats, manche Programme erst nach 3 Monaten aus.

Schließlich sollte der Shop, zu dem du deine Kunde schickst, nutzerfreundlich, seriös, alle gängigen Zahlungsmittel anbieten, verschlüsselt und mindestens ein Zertifikat wie trusted shops haben. Das gilt wohlgemerkt nicht für große Namen wie amazon, Otto, Quelle, Karstadt usw. Diese haben alleine schon durch Ihre Bekanntheit ein gewisses Standing bei den Nutzern.

Bei Spezialshops ist das aber meist nicht so, und da sollten dann zumindest ein Fundament formaler Qualitätsfaktoren vorhanden sein, die den Nutzern Sicherheit und Garantien geben.

Partnerprogramme für PPS und PPL

Es gibt aktuell mehrere tausend Affiliateprogramme und diese zu finden ist nicht ganz einfach. Zwei Wege: Erstens du gibst bei Google dein „Produkt+Affiliate“ oder „Produkt+Partnerprogramm“ ein, zweitens du nutzt die die Suchmaschine von 100Partnerprogramme.de. Gesehen habe ich noch zwei weitere Suchmaschinen: http://www.affilixx.com/ und http://www.affulu.de/. Nach einigen Jahren Rumprobiererei und Erfahrungen sammeln, kann ich dir folgende Partnerprogramme empfehlen:

  • Belboon*
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Adcell*
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z. Viele kleine Nischenprogramme.
  • Superclix*
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z. Viele kleine Nischenprogramme.
  • Tradetracker*
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z. Viele kleine Nischenprogramme.
  • AdCocktail*
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Awin (ehemals Zanox)
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Affilinet
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Tradedoubler
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Webgains
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Daisycon
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z. Viele kleine Nischenprogramme.
  • Linkconnector*
    Affiliate Netzwerk aus den Vereinigten Staaten.
  • Itunes – Apple
    Partnerprogramm für Musik, Apps, Bücher und Filme.
  • TopTarif*
    Affiliate Netzwerk für DSL, Gas, Kfz und Strom.
  • FinanceQuality
    Affiliate Netzwerk im Finanzbereich. Sehr gute Vergleichstabellen.
  • Finanzpartnernetz
    Affiliate Netzwerk im Finanzbereich. Sehr kleines Netzwerk.
  • FinanceAds
    Affiliate Netzwerk im Finanzbereich. 
    Moneytrax
    Affiliate Netzwerk im Finanzbereich.
  • Tariffuxx
    Affiliate Netzwerk im Telekommunikationsbereich. Sehr gute Vergleichstabellen.
  • Clickbank
    Affiliate Netzwerk mit Themen von A bis Z.
  • Envato Market*
    Themes, Plugins usw. für Blogger von Online Themen.
  • Creativemarket*
    Themes, Plugins usw. für Blogger von Online Themen.
  • Ticketbar
    Affiliate Netzwerk für Touren und Ausflüge im Reisebereich.
  • GetYourGuide
    Affiliate Netzwerk für Touren und Ausflüge im Reisebereich.
  • Rent a Guide
    Affiliate Netzwerk für Touren und Ausflüge im Reisebereich.
  • Viator
    Affiliate Netzwerk für Touren und Ausflüge im Reisebereich.
  • Sprachdirekt
    Affiliate Netzwerk für Sprachschulen.

 

Weitere Möglichkeiten zur Monetarisierung

Es geht natürlich noch viel mehr. Die Basis sind aber die Partnerprogramme. Wenn du dir so bereits etwas aufgebaut hast, kannst du die folgenden Möglichkeiten nutzen denen Umsatz und die Bekanntheit deiner Nischenseite zu steigern: 

  1. Direktvermarktung
  2. Linkverkauf
  3. Eigene digitale Produkte
  4. Eigene physische Produkte
  5. Sonstiges

Im Folgenden stelle ich dir diese Möglichkeit kurz dar. Sie eignen sich nicht für alle Nischen und sind auch abhängig von deiner Zeit, deinen Fähigkeiten aber natürlich von der aktuellen Marktsituation in deiner Nische:

Zu 1) Direktvermarktung

Eine Möglichkeit ist auch Klinkenputzen. Das nennt man auch Direktvermarktung. Schau einfach mal in die Ergebnisse bei Google zu deiner Nische. Siehst du dort andere Unternehmen, die dort online präsent sind und Produkte anbieten? Wenn es schwache Internetauftritte sind, kann es sich lohnen diese Unternehmen anzusprechen, auf deiner Website Werbung zu machen und Sie damit zu Werbekunden zu machen. Das kann dir über längere Zeit ein gutes Einkommen sichern. Für so eine Art von Kooperation muss es sich um eine ausreichend große Nische handeln, die erklärungsbedürftige und nicht leicht zu bekommende Produkte oder Dienstleistungen anbietet.

 

Partnerprogramme für die Direktvermarktung

  1. AdJug
  2. AdScale
  3. AdShopping
  4. Mirando
  5. Orangedirect

 

Zu 2) Linkverkauf

Grundsätzlich ist das Verkaufen oder vermieten von Links ist nicht illegal aber von Google her nicht erlaubt. Aufgrund dieser Regeln halten wir uns daran, denn nichts ist schlimmer als abgestraft zu werden. Dann erscheinen Unterseiten oder sogar deine ganze Seite nicht mehr im Google Index. Ich selbst mache es nicht. Und du solltest es auch nicht.

 

Zu 3) Eigene digitale Produkte

Je nach Nische kann es sich lohnen digitale Produkte anzubieten. Das können eBooks, Videos, Podcasts, Email Kurse oder auch Webinare sein. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn die Einnahmen fließen nach Abzug für Gebühren, wenn du einen Bezahlanbieter oder Service nutzt, voll an dich selbst. Der Nachteil: Es ist eine Menge Arbeit so einen Kurs anzufertigen und der Erfolg ist nicht garantiert. Hierfür sind zwei wichtige Dinge notwendig: Zum einen müssen deine Nutzer bereit sein Geld dafür auszugeben und zum anderen müssen, die Informationen hochwertig und nicht leicht kostenlos zu bekommen sein. Das ist eigentlich selbstverständlich, aber daran denken viele einfach nicht. Mittlerweile gibt es alles kostenlos verfügbar. Jedes Wissen, kannst du dir beschaffen. Der Preis ist aber meist nicht in Geldeinheiten zu bemessen, sondern in Zeit. Der Nutzer zahlt für gesparte Zeit.

Wenn du auch mal ein eBook schreiben willst, empfehle ich dir die Vermarktung über amazon, wenn du es günstig verkaufen willst, d.h. unter 10 EUR. Das liegt daran, dass amazon entweder 35% oder 70% deiner Einnahmen gutschreibt. Für Produkte zwischen 2,99 und 9,99 sind es 70%, alles drüber wird mit 35% vergütet. Da macht es keinen Unterschied ob du dein eBook für 9,99 oder für 19,99 verkaufst. Die Provision bleibt mit 6,99 EUR Provision dieselbe.

Merke: Hochpreisige Bücher und Kurse gehört zu digistore*, günstige eBooks gehören zu amazon.

 

Zu 4) Eigene physische Produkte

Widerspricht es nicht dem Gedanken von Nischenseiten eigene Produkte herzustellen und zu verkaufen? Es kommt darauf an. Es kommt darauf an, ob du ein Produkt herstellen kannst, das zur Nische passt, es kommt darauf an, ob du ein möglichst geringes Risiko eingehen willst oder nicht. Ich selbst verkaufe noch keine physischen Produkte, weil ich mich aktuell nich auf mein Kerngeschäft – dem Erstellen nationaler und internationaler Nischenseiten – konzentrieren will. Es gibt aber viele Nischenseitenbetreiber, die ihre Nischenseite ausbauen und damit ihren Umsatz steigern.

Das Prinzip dabei ist sehr einfach. Du lässt in der Regel in Asien ein Produkt günstig herstellen und verkaufst es über amazon. Das nennt man amazon FBA, wobei das FBA für „Fulfillment by Amazon“, d.h. die Lagerung und der Verkauf erfolgt über den amazon Marktplatz.

In der Regel startest du bei der Plattform Alibaba. Dort kannst du zu Großhandelspreisen Artikel bestellen, herstellen und nach Deutschland schiffen lassen. Dann schickst du amazon alles, die den Rest erledigen. Jetzt kommt deine Nischenseite ins Spiel. Von hier aus kannst du nämlich dein Produkt bewerben, die Provision einstreichen und den Verkaufspreis. Hier lohnt es sich dann auch pay per Click Werbung über GoogleAdsense zu schalten oder weitere Marketingkanäle wie Facebook oder Youtube zu nutzen. Der Vorteil ist, dass du bereits targetierten Traffic auf dein Produkt schicken kannst. Ein weiterer Vorteil betrifft den Wettbewerb. Du kennst deine Nische sehr gut, vertreibst ja bereits Produkte aus der Nische und kannst im Gegensatz zu anderen Händlern, den Markt sehr gut einschätzen und hast schon die passenden Kunden parat.

Jeder Händler im Netz sollte daher eigentlich seine eigenen Nischenseiten betreiben. Du erkennst bereits hier schon einen Grad an Professionalität und Infrastrukturaufwand, der weit über dem Hobbybetrieb einer Nischenseite liegt.

Das Ganze ist natürlich nicht nur schöner Schein. Du bist Händler mit allen Rechten und Pflichten. Es ergeben sich viele Fragestellungen zum Haftungs-, Wettbewerbs und Steuerrecht. Ganz zu schweigen internationale Bestimmungen, die du je nachdem einhalten musst. Solltest du Hersteller für Elektrogeräte im Sinne  des Elektrogesetz, gibt es weitere umfangreiche Aspekte beachten. Mach es also nicht zu kompliziert.

Zu 5) Sonstiges – es gibt immer noch mehr

Bannerwerbung

Lohnt nicht. Macht das System langsam. Und viele AdBlocker blenden die Banner sowieso aus. Daher kann ich dir aus meiner Erfahrung heraus, nicht viel Nützliches berichten, außer das Banner extrem nutzerrelevant und exakt auf das Angebot oder Seite abgestimmt sein müssen. Banner müssen sich in das Gesamtbild der Website einrahmen lassen und sollten nicht wie Fremdkörper wirken. Beachte dies und du kannst, vielleicht noch was damit verdienen. Vom Aufwand-Nutzen Verhältnis würde ich das das 80:20 bezeichnen.

Kostenlose Downloads

„Einem geschenkten Gaul…“, kostenlos ist immer gut. Wenn es dazu noch hochwertig, gut gemacht und nützlich ist umso besser. Kostenlos können Infocharts, Bedienungsanleitungen, Anleitungen per se, eBooks, Checklisten oder Templates sein um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Kostenlose Downloads erzeugen natürlich immer einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit und können dir helfen, Besucher auf die Seite zu holen. Je hochwertiger das Produkt ist, das du kostenlos anbietest empfiehlt sich das Einsammeln von Email-Adressen. Damit kannst du dann Newslettermarketing betreiben.

Newsletter

Ein Newsletter ist eine Mail, die nur an angemeldete Nutzer versandt wird. Dabei kann der Versand regelmäßig, unregelmäßig oder nur einmalig an die Nutzer ausgesendet werden. Ein Newsletter ist deswegen so interessant, weil deine Zielgruppe sich konkret für dein Angebot entschieden hat. Enthalten deine Newsletter hochwertige relevante Inhalte, kann man  sich damit ein sehr gutes Zusatzeinkommen aufbauen. Die generellen Vorteile von Newsletter sind: du hast die Gestaltung, Inhalte, Versandzeitpunkt und Frequenz vollkommen selbst in der Hand, du kannst umfangreiche Auswertungen vornehmen und A/B-Testing machen, indem du einem Teil deiner Empfänger einen anderen Newsletter Inhalt als dem anderen schickst. Dadurch erkennst du, was „besser geht“ und kannst so deine Inhalte optimieren. Aber das Beste: Du kannst es vollkommen automatisieren. Du kannst in sich geschlossene Kurse versenden, eine Reihe von Angebote oder Schritt für Schritt Anleitungen.

Für viele Nischenseiten lohnen sich Newsletter nicht, weil es wartungsintensiv werden kann, weil Kosten bei hohen Versandzahlen anfallen und weil man in der Regel keine eigenen Produkte vertreibt. Wenn das aber der Fall ist, ist es in jedem Fall eine sehr gute Investition um Nutzer an sich zu binden und sich eine Grundlage und hohe Einkommen zu schaffen.

Gewinnspiele

Gewinnspiele sind vor allem bei Blogs beliebt und ziehen auch sehr viele Besucher an vor allem wenn es sich um teure Produkte handelt. Allerdings kommen die wenigsten wieder.  Den Aufwand um die Werbetrommel zu schwingen sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. Insgesamt eine gute Möglichkeit seine jetzigen Besucher und Stammleser zu animieren, aber für eine Nischenseite in der Regel nicht geeignet.

Interviews

Interviews hingegen können eine sehr interessante Möglichkeit sein, neue und hochrelevante Inhalte auf die eigene Seite zu bringen. Dafür kann man Branchenkenner, Experten oder auch Nutzer befragen. Interviews und aufschlussreiche Statistiken können so erzeugt werden, die wieder neue hochwertige Inhalte schaffen und das Interesse vieler Besucher wecken. Zudem werden die Befragten ebenfalls Links auf die Inhalte eurer Seite setzen, was wiederum der Seite zugutekommt. Auch Hersteller von Produkten in deiner Nische,  freuen sich in der Regel über Interview-Anfragen. Wer liebt nicht das Rampenlicht und kostenlose PR? Identifiziere einige Experten deiner Branche und befrage Sie nach aktuellen Trends, News, wie sie die Nische bewerten und was Sie für die Zukunft erwarten. So was kommt immer gut an.

Youtube & Twitch

Kurz: Videos. Videos sind eine sehr gute Möglichkeit Reichweite aufzubauen und ein spannender Marketingkanal. Youtube Videos zu erstellen ist nicht allzu aufwendig und die Einrichtung eines eigenen Kanals ist ebenso sehr einfach. Youtube Videos können sehr gut ranken und wenn du diese auf deiner Seite einbindest, sorgen Sie für längere Verweildauer deiner Besucher und einen abwechslungsreichen Aufritt deiner Website. Das lohnt sich in der Regel für fast alle Nischenseiten und erklärungsbedürftige Produkte. Du kannst ein Produkt testen, neue Produkte vorstellen oder aktuelle Trends in deiner Nische beschreiben.

Ist dein Kanal erfolgreich, kannst du Ihn neben den Werbeeinnahmen aus GoogleAdsense auch mit Patreon finanzieren, so dass du hier ebenfalls einträgliche Einnahmen erzielen kannst. Manche Youtuber verdienen sechsstellig im Jahr.

Twitch ist vor allem ein Streamingdienst, mit dem du vor laufender Kamera mit deinen Nutzern sprechen kannst. Vor allem Computerspieler nutzen diesen Dienst, um während Sie ein Spiel zu spielen über alles Mögliche erzählen. So entsteht eine sehr enge Bindung zwischen Nutzer und Kanalbetreiber. Die Nutzer können dem Betreiber dann Geld spenden und es gibt Twitchnutzer die mehrere tausend Euro mit einem Stream verdienen. Soetwas passt natürlich nicht zu allen Nischen, aber vor allem Themen rund um Lifestyle, Technik und Spiele sind sehr gut geeignet. Aber sogar Beautykanäle gibt es dort.

 

VG Wort

Schon mal gehört? Die VG Wort ist die Verwertungsgesellschaft Wort und funktioniert wie die GEMA für Musik. Dabei schüttet die VG Wort jährlich Geld an Autoren für Ihre schriftlich verfassten Inhalte aus. Als Buchautor, Blogger oder Texter kannst du damit ganz erheblich von der Ausschüttung profitieren und so sehr gutes Geld verdienen.

Woher kommt das Geld? Das kommt von Abgaben auf Drucker, Kopierer, Scanner, Rohlinge oder von Bibliotheken oder Schulen zum Beispiel.

Für Onlineinhalte ist die VG Wort TOM zuständig. TOM steht für Online Meldesystem für Texte. Das Meldesystem stellt Zählmarken bereit, die du in deine Inhalte einbindest. So werden die Zugriffe auf deine Inhalte erfasst und an die VG Wort gemeldet. Das System ist ziemlich kompliziert und die Benutzerführung ist es auch, daher beschreibe ich erstmal die aktuellen Voraussetzungen und gebe eine kleine Anleitung, wie du mit der VG Wort Geld verdienen kannst.

  1. Es muss sich um deine eigenen geschriebenen Texte handeln.
  2. Der Text muss aus mindestens 1.800 Zeichen bestehen. Die Anzahl der Zeichen entspricht ungefähr dieser Seite hier im ebook. Machbar, oder?

Tipp: Bei langen Texten mit 10.000 Zeichen genügen weniger Zugriffe, nämlich nur 750.

  1. Der Text muss mindestens 1.500 Mal aufgerufen worden sein. Dann erhältst du 23,80 EUR pro Text.
  2. Der Text kann in jeder Sprache dieser Welt verfasst sein.
  3. Die Website auf die der Text erscheint muss aus Deutschland sein! Texte auf Tumblr oder Blogger, kannst du nicht angeben.
  4. Text muss zugänglich sein, d.h. geschützte Bereiche sind ok, aber PDFs werden zum Beispiel nicht unterstützt.
  5. Schreibst du in anderen Blogs, dann kannst du an der jährlich stattfindenden Sonderausschüttung teilnehmen.

Wie geht das nun?

  1. Man registriert sich bei der VG Wort und erhält dann Post. Hier findet man einen Wahrnehmungsvertrag, den man ausfüllt und wieder zurückschickt.
  2. Man loggt sich in den TOM Bereich ein und geht auf METIS reguläre Ausschüttung um die Zählpixel zu bestellen. Für Beiträge auf fremden Websites, geht man auf die METIS Sonderausschüttung. Dann muss die Meldung bis spätestens zum 31. Januar des Folgejahres erfolgen.
  3. Man gibt die Anzahl der Zählmarken ein, die man braucht – ich stell es direkt auf 100 und wiederhole das Ganze ein paar Mal und lade die Datei direkt runter. 2000 Marken kannst du dir maximal ziehen.
  4. Man fängt an zu schreiben. Nach dem Fertigstellen, weist man dem Artikel einen Zählpixel zu. Aber auch älteren Artikeln kannst du ein Pixel zuweisen. Dann werden die Zugriffe im Kalenderjahr gezählt.
  5. Im Sommer des darauffolgenden Jahres meldet man die Artikel bis zum 31.08., welche die Mindestzugriffszahl im Jahr davor erreicht haben an die VG Wort. Also für 2017 melde ich im Sommer 2018 an die VG Wort.
  6. Schließlich erhält man dann im Herbst die Zahlung.
    Tipp: Der VG Wort mitteilen, dass man Umsatzsteuerabzugsberechtigt ist. Hat den Hintergrund, dass man für die Zahlung 7% Vorsteuer abführen muss und wenn die VG Wort das nicht weiß, überweisen Sie netto. Also angeben!

Die Einbindung der Zählmarken geschieht mit WordPress mühelos. Hierfür nutze ich das Plugin von Prosodia und ergänze die Datenschutzerklärung um den Textbaustein, den ich vom Punkt 5 der Teilnahmebedingungen TOM herhabe.

Auf html Seiten kann man den folgenden Codeschnipsel einfügen:

<img src=“http://vg06.met.vgwort.de/na/ZÄHLMARKENCODEIMMERANDERS“ width=“1″ height=“1″ alt=““ style=“display:none“ />

 

Das Abschließen des Vertrages und das Einbinden der Zählmarken war am Anfang recht kompliziert, aber da arbeitet man sich recht schnell ein. Wirklich aufwendig ist die Auswertung, die extrem zeitraubend ist. Der Lohn sind aber Zusatzeinnahmen, die mitunter mehrere tausend Euro ausmachen können. Also die Mühe ist es wert. Zumal du zeitlich unbegrenzt von gesetzten Zählmarken profitierst. Du musst es eben nur immer wieder melden.

Kennzeichnungspflicht für Werbung

Ohne Recht geht in Deutschland nichts. Nach §6 I S.3 TMG, das ist das Telemediengesetz muss Werbung für Besucher und Nutzer deines Angebots klar ersichtlich sein. Ich mache dies, indem ich Links mit einem * und einem Hinweis versehe. Das ist einfach und reicht aus.

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